Europas Weg ins All führt über Nordrhein-Westfalen
Raumfahrt ist bereits Innovations- und Wirtschaftsfaktor in Nordrhein-Westfalen: Hier sind mehr als 400 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit mehr als 50.000 Beschäftigten im Bereich Luft- und Raumfahrt tätig. Davon sind etwa 130 reine Raumfahrtunternehmen und Forschungseinrichtungen. Raumfahrt bedeutet technologische Souveränität und Wachstumschancen. Die Fraktionen von CDU und Grünen haben am Freitag, den 19.06.2026, einen Antrag in den Landtag eingebracht und beschlossen, mit dem dieser Standort weiter gestärkt wird.
Dazu erklärt Fabian Schrumpf, Beauftragter der CDU-Fraktion für Luft- und Raumfahrt:
„Der europäische Weg ins All führt über Nordrhein-Westfalen. Mit dem Europäischen Astronautenzentrum, der Mondsimulationsanlage LUNA und den DLR-Forschungseinrichtungen in Köln verfügt unser Land über ein europaweit einzigartiges Raumfahrt-Ökosystem. Mit unserem Antrag wollen wir diesen Standort weiter stärken. Denn Raumfahrt ist mehr als ein Zukunftsthema. Wer Hochwasser frühzeitig erkennen will, braucht Satellitendaten. Wer in Krisen sichere Kommunikation gewährleisten will, braucht eigene Infrastruktur. Und wer digitale Souveränität ernst nimmt, muss auch die Infrastruktur im Erdorbit mitdenken. Raumfahrt ist Sicherheit, Katastrophenschutz, Klimaschutz, Wirtschaft und Forschung zugleich.
Wenn Europa im All handlungsfähig sein will, muss Deutschland mitführen. Und wenn Deutschland mitführt, muss NRW vorne dabei sein. Die entscheidende Frage lautet also nicht, ob wir uns Raumfahrt leisten können, sondern ob wir es uns leisten können, in der Raumfahrt abhängig zu sein. Unsere Antwort ist klar: Nein. NRW muss keine Raketen starten, um Raumfahrtland zu sein. Wir können das Gehirn und das Nervensystem der europäischen Raumfahrt werden.“