Ehhrenamt - Ehrensache!
Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat den Antrag „Ehrenamt – Ehrensache!“ von CDU und Bündnis 90/Die Grünen beschlossen. Damit werden die Zugangsvoraussetzungen zur Ehrenamtskarte NRW gesenkt: Künftig genügen 200 statt 250 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit pro Jahr beziehungsweise vier statt fünf Stunden pro Woche. Auch der Erhalt einer Aufwandsentschädigung bleibt möglich, sofern die steuerlichen Freibeträge nicht überschritten werden.
Von den Neuerungen profitieren auch zahlreiche Ehrenamtliche in der Stadt Essen. Die Absenkung der Zugangshürden trägt den heutigen, oft flexiblen Formen des Engagements Rechnung und eröffnet mehr Menschen die Möglichkeit, für ihren Einsatz eine sichtbare Anerkennung zu erhalten.
Fabian Schrumpf, Landtagsabgeordneter für den Essener Süden, erklärt:
„Ehrenamt ist das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts – gerade auch in einer Großstadt wie Essen. Mit der Absenkung der Zugangsvoraussetzungen zur Ehrenamtskarte machen wir Anerkennung alltagstauglicher und stärken die vielen Menschen, die sich mit großem Einsatz für unsere Stadt engagieren.“
Die Ehrenamtskarte NRW steht für Wertschätzung und praktische Vorteile zugleich. Inhaberinnen und Inhaber können landesweit rund 5.000 Vergünstigungen nutzen – etwa bei Kultur-, Sport- und Bildungsangeboten. Seit Einführung der Karte im Jahr 2008 wurden mehr als 80.000 Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet; aktuell beteiligen sich 335 Städte und Gemeinden, darunter auch Essen, an dem Gemeinschaftsprojekt von Land und Kommunen.
Kommunen, Vereine und Organisationen sind aufgerufen, die Neuerungen aktiv zu kommunizieren und Ehrenamtliche auf die Antragstellung hinzuweisen.