Ruhrbahn muss schnell eine tragfähige Lösung finden


In Essen-Heisingen sind viele Eltern verärgert: Um ihr Angebot an anderer Stelle zu verbessern, streicht die Ruhrbahn zum 9. Juni mehrere Einsatzwagen (E-Busse) am Morgen und Nachmittag. Davon betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche aus Heisingen, die weiterführende Schulen in Bredeney und Werden besuchen. Eine Direktverbindung gibt es nun nicht mehr: Am Stadtwaldplatz ist in Richtung Bredeney ein Umstieg in die Buslinie 194 erforderlich, die nur im 20-Minuten-Takt fährt.

Ich habe für den Unmut der Eltern großes Verständnis: Schülerinnen und Schüler sollten möglichst stressfrei in den Schultag starten. Die Pläne der Ruhrbahn haben zur Folge, dass sie morgens deutlich früher los müssen, um sich schlimmstenfalls in überfüllte Busse zu drängen. Es ist außerdem zu befürchten, dass mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zu den weiterführenden Schulen bringen. Auch dieses Szenario ist angesichts der schwierigen Verkehrssituation nicht erstrebenswert.

Die Streichung der Linien E40 und E48 begründet die Ruhrbahn mit der erheblichen Taktverdichtung auf der Buslinie 145. Es kann doch nicht sein, dass eine Takterhöhung - realisiert durch eine Millionenförderung des Bundes - dazu führt, dass an anderer Stelle Schulbusse gestrichen werden. Von der Ruhrbahn erwarte ich, dass sie schnell eine bessere Lösung zugunsten der Schülerinnen und Schüler findet. Soweit erforderlich, muss dazu auch der Nahverkehrsplan angepasst werden.

 

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